Similaun SüdWest-Grat 3606m

Höhenmeter im Aufstieg: 1800m 
Schwierigkeitsgrad: ••----
Landschaft: •••••-
Anstrengung: ••••--
Gelände Steilheit: •••---
Verhältnisse und Risikoeinschätzung: Dieser Aufstieg zum Similaun ist selten begangen und doch einer der schönsten und spannensten Anstiege. Wenn wieder über den Grat abgestiegen wird ist keine Gletscherausrüstung notwendig, der Abstieg über den Normalweg zur Similaunhütte führt über vergletschertes Gelände.
Mit dabei: Roli

Kurzfristig beschlossen wir die gute Wettervorhersage am Allerheiligentag zu nutzen und wir wurden nicht enttäuscht.

Wir fuhren ins Schnalstal nach Vernagt wo wir beim Tisenhof 1840m das Auto parkten. Dann folgten wir ca. 5min dem Zustieg zur Similaunhütte und bogen dann gleich auf einen alten Ziehweg ab der uns an den Ausläufer des SüdWest-Grat brachte der direkt zum Gipfel des Similaun führt. Zuerst im goldgelb gefärbten Lärchenwald und später über Geröll und Grasnarben und auf vereinzelten Steigspuren stiegen wir immer steil bergauf bis wir an 2 großen Steinmännern vorbeikamen. Ab hier wurden die Verhältnisse alpiner und der Schnee wurde mehr.

Ab der Hohen Warte 3420m wird der Kamm zu einem schmalen Grat der ab und zu eine Klettereinlage erfordert. Der mittlerweile tiefe Schnee verdeckte die Felsen und der Aufstieg wurde schwieriger und ziemlich anstrengend. Schließlich erreichten wir nach ca. 4 1/2 h den Gipfel des Similaun 3606m und wir konnten einen tollen Ausblick über die Ötztaler Alpen und über die Nebelsuppe im Tal genießen.

Beim Aufstieg waren wir noch im T-Shirt unterwegs doch hier oben war es kalt und windig und wir machten uns gleich wieder an Abstieg auf dem gleichen Weg. Beim Abstieg erleichterten uns unsere Aufstiegsspuren das Vorwärtskommen und weiter unten konnten wir über die zahlreichen Schneefelder abrutschen. Das letzte Stück tauchten wir in den Tiefnebel ein und nach ca. 2 1/2 h waren wir wieder am Parkplatz angelangt.